Ein Beruf mit Zukunftspotential

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Ein Beruf mit Zukunftspotential

Stetig vergrössert die Logistikbranche ihre bedeutende Rolle für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft. Umso wichtiger wird eine solide Logistikgrundbildung, die in der Schweiz seit über 25 Jahren von der Schweizerischen Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik (ASFL SVBL) organisiert wird. Über die Jahre wurde das Berufsbild vom Lageristen, über den Logistikassistenten bis zum heutigen Logistiker immer wieder überarbeitet und modernisiert. 2015 entschied sich die ASFL SVBL als Organisation der Arbeitswelt (OdA) zusammen mit Bund und Kantonen für eine Totalrevision. Seit dem 1. Januar 2016 sind die neuen Bildungsverordnungen (BiVo) und die Bildungspläne (BiPLa) für Logistiker/-innen mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) und eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) von der Kommission für Berufsentwicklung und Qualität neu aufgebaut und vom SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation) in Kraft gesetzt worden.

Ausbildungsstruktur nach Handlungskompetenzen

Die wichtigsten Erneuerungen gegenüber der vorhergehenden Bildungsverordnung sind die Anpassungen an eine moderne Ausbildungsstruktur mit Handlungskompetenzbereichen und die Ablösung der Berufsfeldbereiche durch drei mögliche Fachrichtungen. Die Orientierung nach Handlungskompetenzen und die vermehrte Integration von Umwelt- und Ressourceneffizienz waren wichtig, damit Logistiker/­-innen den fortschreitenden Anforderungen auch weiterhin gewachsen sind. Logistiker/-innen EBA werden ab 2016 ausschliesslich in den Handlungskompetenzbereichen A – E geschult und haben ein leicht reduziertes Kompetenzprofil im Vergleich zur EFZ-Ausbildung, bei welcher zusätzlich noch eine Fachrichtung (F – Distribution, G – Lager oder H – Verkehr) dazu­-kommt. Weiterführende Informationen zu den Handlungskompetenz­bereichen und deren Handlungskompetenzen sind im Bildungsplan zu finden, welcher unter www.logistiker-logistikerin.ch/bildungsplan herunter­geladen werden kann.

Vom individuellen Kompetenznachweis bis zum eidgenössischen Diplom

Die ASFL SVBL betreut als OdA Logistiker/-innen ab der Grundbildung auf allen Stufen mit weiterführenden Bildungsangeboten. Neben der Grundausbildung auf den Stufen Berufsattest oder Fähigkeitszeugnis bietet die OdA zusammen mit INSOS (Nationaler Branchenverband der Institutionen für Menschen mit Behinderung) seit 2016 auch die
Ausbildungsstufe des Praktikers PrA Logistik mit individuellem Kompetenznachweis (IKN) an. Daneben darf auch die berufliche Ergänzungs- und Nachholbildung (Art. 31 Validierung und Art. 32 Nachholbildung) nicht fehlen. Diese stellt eine ausgezeichnete Möglichkeit dar, wie auch Erwachsene einen Berufsabschluss erreichen können. Um sich auch nach der Grundbildung fit für den Arbeitsmarkt zu halten, bietet die ASFL SVBL neben einem umfangreichen Angebot Weiterbildungskursen auch zwei modular aufgebaute Lehrgänge auf den Stufen Berufsprüfung (eidgenössischer Fachausweis) oder höhere Fachprüfung (eidgenössisches Diplom, früher auch Meisterprüfung) an.

Die drei Lernorte

Während der Grundausbildung besucht die Auszubildenden drei verschiedene Lernorte. Den Lehrbetrieb (Praxis), die Berufsfachschule (schulische Bildung) und die überbetrieblichen Kurse (üK). Die Koordination und Kooperation der Lernorte (bezüglich Inhalten, Arbeitsmethoden, Zeitplanung, Gepflogenheiten des Berufs) werden von der OdA organisiert und sind eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der beruflichen Grundbildung. Die Auszubildenden sollen während der gesamten Ausbildung darin unterstützt werden, Theorie und Praxis miteinander in Beziehung zu bringen. Durch gute Zusammenarbeit kann jeder Lernort seinen Beitrag laufend überprüfen und optimieren, was die Qualität der beruflichen Grundbildung zusätzlich erhöht. Im dualen System findet die Bildung in beruflicher Praxis im Lehrbetrieb, im Lehrbetriebsverbund, in Lehrwerkstätten oder in anderen zu diesem Zweck anerkannten Institutionen statt, wo den Lernenden die praktischen Fertigkeiten des Berufs vermittelt werden. Die Berufsfachschulen vermitteln die schulische Bildung, welche aus dem Unterricht in den Berufskenntnissen, der Allgemeinbildung und dem Sport besteht. Der Berufsschulunterricht findet an 20 Berufsschulen in allen Sprach­regionen der Schweiz statt. Die überbetrieblichen Kurse dienen der Vermittlung und dem Erwerb grundlegender Fertigkeiten und ergänzen die Ausbildung in der beruflichen Praxis sowie der schulischen Bildung. Die allgemeinen Kurse für EBA und EFZ liegen in der Kompetenz der ASFL SVBL als OdA, während die Fachrichtungen durch die OdA-­Partner mitbestimmt werden. Fachrichtung Distribution wird durch die Post CH AG unterstützt, Fachrichtung Verkehr durch die login Berufsbildung AG und die Hauptverantwortung für die Fachrichtung Lager liegt bei der ASFL SVBL. Für die Auszubildenden ist es wichtig, dass sie während ihrer Grundausbildung das Handwerk erlernen und somit die besten Voraussetzungen einerseits für den Arbeitsalltag und andererseits für das Qualifikationsverfahren (QV) haben.

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Wichtigste Kontaktadressen

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Mindestanforderungen an Lehrbetriebe

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